Korrekturhinweis (18.09.2026): Frühere Fassungen dieses Artikels nannten eine Amortisation von 8 bis 12 Jahren für Anlagen mit Speicher, Eigenverbrauchsanteile von 50 bis 65 % mit Speicher, einen KfW-Zinssatz, eine IFB-Förderung für PV in Hamburg und landesweite Speicher-Boni. Diese Angaben waren nicht belegt oder widersprachen unserem eigenen Rechner und unseren geprüften Förderdaten. Alle Zahlen unten stammen aus dem Voltaplan-Rechner oder aus Primärquellen, die wir am angegebenen Datum geprüft haben.
Aktualisiert am 21.09.2026: Alle Rechnerwerte neu abgefragt, nachdem unser Rechner am 20.09.2026 den Strompreis im ersten Jahr von 38,1 auf 37,0 ct/kWh gesenkt hat (BDEW-Tarifdurchschnitt 2026). Die Amortisationszeiten verlängern sich um 0,2 bis 0,4 Jahre, die Kapitalwerte sinken um rund 190 bis 620 €. Mit 10-kWh-Speicher ist der Kapitalwert jetzt auch in München negativ (−167 statt +454 €).
Ja, meist — aber ohne Speicher deutlich eher als mit. Nach unserem Rechner amortisiert sich eine 10-kWp-Anlage auf einem Süddach mit 4.000 kWh Jahresverbrauch nach 11,7 bis 13,3 Jahren; mit einem 10-kWh-Speicher nach 15,3 bis 17,5 Jahren (München bis Hamburg). Wer eine Anlage bis 10 kWp mit Eigenverbrauch bis zum 31. Dezember 2026 in Betrieb nimmt, erhält nach heutigem Recht 20 Jahre lang 7,70 ct/kWh für den eingespeisten Strom. Für Neuanlagen ab 2027 plant die Bundesregierung weniger.
Wenn du nur deine eigene Zahl willst: Solar-ROI-Rechner starten →. Wie wir rechnen, steht vollständig auf der Methodik-Seite.
1. Die kurze Antwort
Wir haben typische Anlagen mit dem Voltaplan-Rechner für drei Standorte gerechnet: Süddach, 35° Neigung, geltende Vergütung. Die Anschaffungspreise sind Modellannahmen des Rechners (siehe Abschnitt 11).
| Anlage | Amortisation | Kapitalwert nach 20 Jahren |
|---|---|---|
| 5 kWp, 3.000 kWh Verbrauch, ohne Speicher | 11,8–13,4 Jahre | +428 bis +1.747 € |
| 8 kWp, 4.000 kWh, ohne Speicher | 11,2–12,7 Jahre | +1.251 bis +3.194 € |
| 10 kWp, 4.000 kWh, ohne Speicher | 11,7–13,3 Jahre | +755 bis +2.973 € |
| 5 kWp + 5 kWh Speicher, 3.000 kWh | 11,8–16,1 Jahre | −1.010 bis +1.227 € |
| 10 kWp + 10 kWh Speicher, 4.000 kWh | 15,3–17,5 Jahre | −4.072 bis −167 € |
Spannen über Hamburg, Kassel und München: kürzeste Amortisation und höchster Kapitalwert jeweils in München, längste Amortisation und niedrigster Kapitalwert in Hamburg. Kapitalwert mit 4 % Zins abgezinst. Eigene Rechnung mit dem Voltaplan-Rechner, 21.09.2026 (Strompreis im ersten Jahr 37,0 ct/kWh).
Drei Dinge fallen auf:
- Ohne Speicher trägt sich die Anlage überall. In allen drei gerechneten Größen ohne Speicher ist der Kapitalwert an allen drei Standorten positiv. Die Anlage verzinst das eingesetzte Geld also mit mehr als 4 % im Jahr.
- Der Speicher verlängert die Amortisation um 3,6 bis 4,2 Jahre. Mit 10-kWh-Speicher ist der Kapitalwert nach 20 Jahren an allen drei Standorten negativ, in München nur knapp.
- Unabhängige Rechnungen kommen auf dieselbe Größenordnung. Die PV2027-Studie von aquu im Auftrag des Solarenergie-Fördervereins nennt für eine 10-kW-Anlage mit 10-kWh-Speicher in Berlin 15,6 Jahre Amortisation.
Nicht lohnen kann sich eine Anlage bei starker Verschattung oder wenn das Haus in wenigen Jahren verkauft werden soll. Beides bildet der Rechner nicht ab.
2. Was 2026 gilt
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Einspeisevergütung: 7,70 ct/kWh für Anlagen bis 10 kWp mit Eigenverbrauch (Teileinspeisung), 12,22 ct/kWh bei Volleinspeisung. Die Bundesnetzagentur hat die Sätze für Inbetriebnahmen vom 1. August 2026 bis 31. Januar 2027 veröffentlicht; sie sinken halbjährlich um 1 %. Verlassen kannst du dich aber nur auf Inbetriebnahmen bis zum 31. Dezember 2026: Die EU-Beihilfegenehmigung des EEG 2023 gilt bis Ende 2026, und der Regierungsentwurf sieht ab dem 1. Januar 2027 neue Regeln vor (Abschnitt 7). Alle Sätze und die amtliche Reihe seit 2023 stehen in Einspeisevergütung 2026 — die kompletten Sätze.
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0 % Umsatzsteuer nach § 12 Abs. 3 UStG auf Module, Wechselrichter, Speicher und Installation für Anlagen auf oder in der Nähe von Wohngebäuden. Die Regel steht im Umsatzsteuergesetz, ist unbefristet und von der EEG-Reform nicht betroffen. Gegenüber 19 % Umsatzsteuer sinkt der Bruttopreis damit um rund 16 %.
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Negative Strompreise (§ 51 EEG): Für neue Anlagen entfällt die Vergütung in Zeiträumen mit negativem Börsenpreis — bei Anlagen unter 100 kW aber erst ab dem Jahr nach dem Einbau eines intelligenten Messsystems. 2025 waren die Großhandelspreise laut Bundesnetzagentur in 573 von 8.760 Stunden negativ. Details in Negative Preise und § 51 EEG.
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Reform 2027 im Gesetzgebungsverfahren: Der Regierungsentwurf liegt seit dem 7. September 2026 als Bundestags-Drucksache 21/7867 vor. Was er für Neuanlagen ab 2027 vorsieht, steht in Abschnitt 7.
3. Wie schnell amortisiert sich eine PV-Anlage 2026?
Ohne Speicher nach 11 bis 13 Jahren, mit 10-kWh-Speicher nach 15 bis 18 Jahren (Tabelle oben). Die Amortisation ist der Zeitpunkt, zu dem die aufsummierten Ersparnisse und Einnahmen abzüglich der Betriebskosten die Anschaffungskosten erreichen.
Eine seriöse Rechnung ist nicht einfach „Ertrag × Vergütung“. Der Voltaplan-Rechner arbeitet mit diesen Annahmen:
| Komponente | Annahme im Rechner |
|---|---|
| Ertrag | PVGIS 5.3 (EU-Kommission), stündliche Satellitendaten, 14 % Systemverluste |
| Strompreis im ersten Jahr | 37,0 ct/kWh, danach +3 % pro Jahr |
| Einspeisevergütung | Satz zum Inbetriebnahmezeitpunkt, fest für 20 Jahre |
| Modul-Alterung | 0,5 % Leistung pro Jahr |
| Speicher | 90 % nutzbar, ~90 % Wirkungsgrad hin und zurück, 2 % Kapazitätsverlust pro Jahr, Tausch im 13. Jahr zu 70 % des heutigen Preises |
| Betriebskosten | 1 % der Investition pro Jahr |
| Abzinsung | 4 % pro Jahr |
Zum Strompreis: Der BDEW nennt in seiner Strompreisanalyse vom August 2026 für 2026 bisher einen Durchschnitt von 37,0 ct/kWh über die verfügbaren Tarife. Mit diesem Wert rechnen wir seit dem 20.09.2026; vorher waren es 38,1 ct ohne Quellenangabe, die Anlagen sahen dadurch etwas rentabler aus. Der BDEW weist keinen Musterhaushalt aus — es ist ein Tarifdurchschnitt, dein eigener Tarif ist der bessere Wert.
Pro Jahr gilt: (Eigenverbrauch × Strompreis) + (Einspeisung × Vergütung) − Betriebskosten − ggf. Speichertausch. Der Eigenverbrauch kommt aus einer stündlichen Jahressimulation. Die Einzelheiten stehen auf der Methodik-Seite, eine Anleitung mit Beispiel in PV-Amortisation berechnen.
4. Eigenverbrauch — der wichtigste Hebel
Eine selbst verbrauchte Kilowattstunde ersetzt Netzstrom für rund 37 ct. Eine eingespeiste bringt 7,70 ct. Eigenverbrauch ist damit fast fünfmal so viel wert wie Einspeisung.
Wie viel eine Anlage selbst nutzt, wird oft überschätzt. Unser Rechner kommt für einen Haushalt ohne Wärmepumpe und E-Auto auf diese Werte:
| Anlage | Eigenverbrauchsanteil | Autarkiegrad |
|---|---|---|
| 5 kWp, 3.000 kWh, ohne Speicher | 20–22 % | 34–37 % |
| 10 kWp, 4.000 kWh, ohne Speicher | 14–16 % | 36–39 % |
| 5 kWp + 5 kWh Speicher, 3.000 kWh | 41–43 % | 68–77 % |
| 10 kWp + 10 kWh Speicher, 4.000 kWh | 31–33 % | 77–88 % |
Eigenverbrauchsanteil = Anteil der Erzeugung, der im Haus verbraucht wird. Autarkiegrad = Anteil des Verbrauchs, der aus der eigenen Anlage kommt. Spanne über Hamburg, Kassel und München, eigene Rechnung 21.09.2026.
Die PV2027-Studie nennt für ihren Referenzfall mit 10 kW und 10-kWh-Speicher ebenfalls einen Eigenverbrauchsanteil von 31 %. Höhere Anteile sind möglich, wenn große Verbraucher wie Wärmepumpe oder E-Auto dazukommen. Die rechnet unser Modell derzeit nicht.
5. Anlagengröße — wie viele kWp brauchst du wirklich?
Die naive Antwort: „So viel, wie das Dach hergibt.“ Unser Rechner zeigt, dass das bei heutigen Preisen nicht automatisch stimmt. Für 4.000 kWh Verbrauch ohne Speicher:
| Standort | 8 kWp: Kapitalwert | 10 kWp: Kapitalwert |
|---|---|---|
| Hamburg | +1.251 € | +755 € |
| Kassel | +2.084 € | +1.676 € |
| München | +3.194 € | +2.973 € |
Die zusätzlichen 2 kWp erzeugen fast nur Strom für die Einspeisung, also für 7,70 ct. Das reicht in unserem Modell nicht, um die Mehrkosten ganz zu decken. Das Ergebnis hängt an den angenommenen Preisen: Wird der Aufpreis für zusätzliche kWp in deinem Angebot kleiner, kippt es. Volle Analyse: 5 vs. 10 vs. 15 kWp.
6. Dachausrichtung — was Ost-West wirklich bringt
Oft heißt es, eine Ost-West-Anlage spare durch mehr Eigenverbrauch mehr Geld als eine Süd-Anlage. Unsere Rechnung stützt das nicht. Für 10 kWp mit 35° Neigung und 4.000 kWh Verbrauch:
| Standort | Erzeugung Süd | Erzeugung Ost-West | Eigenverbrauch Süd | Eigenverbrauch Ost-West |
|---|---|---|---|---|
| Hamburg | 9.981 kWh | 7.877 kWh | 1.499 kWh | 1.536 kWh |
| Kassel | 10.353 kWh | 8.232 kWh | 1.537 kWh | 1.568 kWh |
| München | 11.652 kWh | 9.085 kWh | 1.591 kWh | 1.638 kWh |
Ohne Speicher, Mittel der Wetterjahre 2019–2023. Eigene Rechnung.
Ost-West erzeugt bei dieser Neigung rund 20 % weniger, der Eigenverbrauch steigt nur um 31 bis 47 kWh im Jahr. Der Eigenverbrauchsanteil wächst (Kassel: 14,8 auf 19,0 %) vor allem, weil die Erzeugung sinkt. Flachere Ost-West-Dächer haben wir nicht gerechnet.
Einen echten Vorteil hat Ost-West bei der geplanten 50-%-Einspeisegrenze für Neuanlagen ab 2027: Sie kostet eine Ost-West-Anlage mit Haushaltsverbrauch weniger als 1 % der Erzeugung, eine Süd-Anlage 7,8 bis 9,3 %. Details in Was die 50-Prozent-Grenze kostet und Ostwest-Dach Photovoltaik.
7. Reform 2027 — was der Entwurf für Neuanlagen vorsieht
Der Regierungsentwurf zum EEG 2027 (Bundestags-Drucksache 21/7867) ist nicht beschlossen. Der Bundestag hat ihn am 24. September 2026 in erster Lesung beraten und an den Ausschuss für Wirtschaft und Energie überwiesen, der Bundesrat hat am 25. September Stellung genommen. Für Anlagen, die ab dem 1. Januar 2027 in Betrieb gehen, sieht er vor:
- Keine feste 20-jährige Einspeisevergütung mehr. Stattdessen eine befristete Übergangszahlung von 5,2 ct/kWh (anzulegender Wert 6,2 ct abzüglich 1 ct) für höchstens 36 Monate. Zugang haben Anlagen unter 50 kW bei Inbetriebnahme vor 2028, unter 25 kW vor 2029 und unter 7 kW vor 2031.
- Dauerhafte Einspeisegrenze von 50 % der installierten Leistung für neue Dachanlagen unter 100 kW, auch mit Smart Meter und auch mit Speicher. Bei einem 10-kWp-Süddach mit Haushaltsverbrauch kostet das nach unserer Rechnung 7,8 bis 9,3 % der Jahreserzeugung. Die Rechnung im Detail.
- Bestandsschutz: Für Anlagen, die vor dem 1. Januar 2027 in Betrieb gehen, gilt das bisherige Recht weiter, also der Satz zum Inbetriebnahmezeitpunkt für 20 Jahre. Maßgeblich ist die technische Inbetriebnahme (§ 3 Nr. 30 EEG), nicht die Anmeldung. Die Registrierung im Marktstammdatenregister ist innerhalb eines Monats danach fällig (§ 5 Abs. 5 MaStRV).
Ob es so kommt, ist offen: Der Bundesrat fordert in seiner Stellungnahme vom 25.09.2026 unter anderem, die 50-%-Grenze zu streichen und die Übergangszahlung für Anlagen unter 50 kW bis zur Inbetriebnahme vor 2031 zu verlängern (Drucksache 470/26 (Beschluss), Ziffern 7 und 11). Was nach den 36 Monaten Übergangszahlung eine eingespeiste Kilowattstunde bringt, hängt vom Vermarktungsweg ab. Das haben wir nicht beziffert.
Die vollständige Analyse steht auf /reform2027 und in Reform Einspeisevergütung 2027 — was wirklich passiert.
8. Förderung — was es gibt (und was nicht)
- Einspeisevergütung nach EEG: bundesweit gleich, gilt automatisch (Abschnitt 2).
- 0 % Umsatzsteuer nach § 12 Abs. 3 UStG (Abschnitt 2).
- KfW-Kredit 270 „Erneuerbare Energien – Standard“: ein Förderkredit, kein Zuschuss. Er steht auch Privatpersonen offen und umfasst Photovoltaik auf Dächern und Batteriespeicher. Den Zinssatz legt die Hausbank individuell fest; einen allgemeinen Satz gibt es nicht. Für Zuschüsse verweist die KfW selbst auf die Landesförderinstitute.
- Landesprogramme: Einen landesweiten Zuschuss für private Batteriespeicher zahlt 2026 nur noch Berlin (SolarPLUS). Die übrigen Landesprogramme für private Antragsteller sind ausgelaufen. In Hamburg fördert die IFB weder PV noch Speicher; in Nordrhein-Westfalen ist die Antragstellung für alle PV-Fördergegenstände von progres.nrw ausgesetzt.
- Kommunale Programme: Es gibt sie, sie unterscheiden sich aber stark. Köln etwa zahlt je nach Anlagengröße 1.500 bis 2.500 € für die Dachanlage selbst.
Welche Programme es in deinem Land und deiner Stadt gibt, zeigt die PV-Förderung nach Bundesland, jeweils mit Prüfdatum und Primärquelle — zum Beispiel für Nordrhein-Westfalen, Bayern oder Hamburg.
9. Speicher — lohnt er sich für dich?
Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch deutlich. Bei 10 kWp und 4.000 kWh steigt der Eigenverbrauchsanteil in unserem Rechner von rund 15 auf rund 32 %, der Autarkiegrad von unter 40 auf 77 bis 88 %.
Finanziell verbessert er die Rechnung in unserem Modell aber nicht:
- 10 kWp ohne Speicher: 11,7–13,3 Jahre Amortisation, Kapitalwert +755 bis +2.973 €
- 10 kWp mit 10-kWh-Speicher: 15,3–17,5 Jahre, Kapitalwert −4.072 bis −167 €
Der Grund sind die Kosten: Der Rechner setzt 800 € je kWh Speicherkapazität an und einen Tausch im 13. Jahr. Ist dein Angebot deutlich günstiger, sieht es besser aus. Wer vor allem unabhängiger vom Netz werden will, erreicht das mit Speicher; eine höhere Rendite ist es nach unserer Rechnung nicht — jedenfalls nicht mit 10 kWh. Ein kleinerer Speicher schneidet besser ab: Bei 10 kWp und 4.500 kWh Verbrauch verbessert ein 5-kWh-Speicher den Kapitalwert an allen drei Standorten um 273 bis 1.186 €, weil er fast jeden Tag voll geladen und wieder geleert wird. Die zweiten fünf Kilowattstunden verschieben dagegen kaum noch Strom. Die Tabellen dazu stehen im Speicher-Artikel.
Und die geplante 50-%-Grenze? Sie macht den Speicher kaum wertvoller. In unserer Beispielrechnung für Kassel erhöht sie den Jahreswert eines 10-kWh-Speichers um 4,40 €, mit ideal gesteuerter Ladung um höchstens 27,43 €. Jede Kilowattstunde, die er vor der Abregelung bewahrt, landet am Ende im Netz und bringt laut Entwurf 5,2 ct.
Volle Analyse mit allen Größen und Standorten: PV-Speicher 2026: Wann sich ein Batteriespeicher rechnet.
10. Balkonkraftwerk als Einstieg
Wer kein eigenes Dach hat oder klein anfangen will, kann ein Steckersolargerät betreiben:
- Grenzen: 800 VA Wechselrichterleistung und 2.000 Wp Modulleistung je Entnahmestelle (§ 8 Abs. 5a EEG, seit dem Solarpaket I vom 16. Mai 2024).
- Anmeldung: Die Registrierung im Marktstammdatenregister bleibt Pflicht, innerhalb eines Monats. Zusätzliche Meldungen beim Netzbetreiber dürfen nicht verlangt werden.
- Zähler: Das Gerät darf schon vor dem Tausch gegen einen Zweirichtungszähler betrieben werden (§ 10a Abs. 3 EEG) — außer bei Geräten, die vor dem 16. Mai 2024 in Betrieb gingen (§ 100 Abs. 23 EEG).
- Ertrag: Mit 800 Wp nach Süden und 35° Neigung rund 800 bis 930 kWh im Jahr (Hamburg bis München, eigene PVGIS-Rechnung).
Wie viel davon du selbst nutzt und wann sich das Gerät bezahlt macht, rechnet der Mini-Rechner auf /balkonkraftwerk. Die Regeln im Detail: Balkonkraftwerk 800W Regel 2026.
11. Was kostet eine Anlage?
Unser Rechner arbeitet mit diesen Modellannahmen für Komplettpreise inklusive Wechselrichter und Montage:
| Anlage | Modellannahme |
|---|---|
| 5 kWp | 8.500 € |
| 10 kWp | 14.500 € |
| 15 kWp | 20.000 € |
| Speicher | 800 € je kWh |
Echte Angebote weichen davon ab, nach oben wie nach unten. Hole mehrere Angebote ein und rechne mit dem Preis aus deinem Angebot nach — schon wenige Tausend Euro Unterschied verschieben die Amortisation um Jahre.
12. Was du jetzt konkret tun kannst
Wenn du noch 2026 bauen willst:
- Technische Inbetriebnahme bis 31.12.2026 sicherstellen — sie zählt, nicht die Anmeldung. Die Registrierung im Marktstammdatenregister folgt innerhalb eines Monats (§ 5 Abs. 5 MaStRV).
- Mehrere Angebote einholen und die Preise mit dem Rechner nachrechnen.
- Speicher getrennt bewerten. Er erhöht die Unabhängigkeit, verlängert aber nach unserer Rechnung meist die Amortisation.
- Größe am Verbrauch ausrichten, nicht an der Dachfläche (Abschnitt 5).
Wenn du erst 2027 bauen kannst:
- Das Gesetzgebungsverfahren verfolgen. Übergangszahlung, 50-%-Grenze und Bestandsschutz können sich im Verfahren noch ändern. Den aktuellen Stand, inklusive der Bundesrats-Stellungnahme vom 25. September, führen wir auf /reform2027.
- Ausrichtung und Eigenverbrauch prüfen. Mit 50-%-Grenze verliert ein Ost-West-Dach deutlich weniger als ein Süddach, und Verbrauch zur Mittagszeit wird nicht abgeregelt.
- Bei Speichern nach der Ladesteuerung fragen. Gegen die Grenze hilft ein Speicher nur, wenn er mittags noch Platz hat.
Sub-Themen (Cluster-Artikel)
Vertiefe einzelne Aspekte:
- Einspeisevergütung 2026 — die kompletten Sätze
- Reform Einspeisevergütung 2027 — was wirklich passiert
- Geplante 50-Prozent-Einspeisegrenze: was sie kostet
- Solarspitzengesetz: was § 51 EEG regelt
- PV-Amortisation berechnen — Schritt-für-Schritt
- PV-Speicher: lohnt sich oder nicht
- 5 vs. 10 vs. 15 kWp — die richtige Größe
- Ostwest-Dach Photovoltaik — Wirtschaftlichkeit
- Balkonkraftwerk 800W Regel 2026
Quellen
- PVGIS — EU Joint Research Centre — Strahlungsdaten für unsere Berechnungen
- BDEW-Strompreisanalyse — Durchschnittspreis 2026 (Stand August 2026)
- PV2027-Studie, aquu im Auftrag des SFV, Juni 2026 — Referenzfall 10 kW + 10 kWh
- Bundestags-Drucksache 21/7867 — Regierungsentwurf EEG 2027
- KfW — Erneuerbare Energien – Standard (270) — Förderkredit
- Bundesnetzagentur — Marktstammdatenregister — Registrierung
- voltaplan Methodik — vollständige Berechnungs-Logik